100 Jahre Gasthof Mauth

Ein Stück Kirchdorfer Geschichte

Ein Haus mit Geschichte, eine Familie mit Tradition und ein Treffpunkt für Generationen:

Seit 1923 prägt der Gasthof Mauth in seiner heutigen Form das Ortsbild von Kirchdorf.

2023 jährte sich der Wiederaufbau des traditionsreichen Hauses zum 100. Mal – ein besonderer Grund zum Feiern.

400 Jahre Mauth

Wurzeln bis 1616

Bereits um 1616 wird in der Familienchronik mit Bartlmä Hagg der erste Besitzer erwähnt. Über die Jahrhunderte wechselten die Besitzer mehrmals. Eine besondere Rolle spielte dabei Josef Marcher, vulgo „Sulzmüllner“, der als Gastwirt, Trödler, Fahrradhändler und als außergewöhnlich kräftiger Mann in die Kirchdorfer Geschichte einging. Das Haus selbst überstand den verheerenden Dorfbrand vom 12. Mai 1809 als einziges Gebäude in Kirchdorf unbeschadet. 1913 wurde es schließlich von seinem damaligen Besitzer selbst angezündet. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ Bäckermeister Michael Stöckl das Gebäude 1923 neu errichten – und schuf damit jene charakteristische Tiroler Vorderansicht, die bis heute erhalten geblieben ist.

Familie Hager

Vier Generationen

Seit 1959 ist die Mauth fest mit der Familie Hager verbunden. Josef und Franziska Hager, die Urgroßeltern des heutigen Mauthwirts Christian Hager, übernahmen damals das Haus. 1979 ging der Gasthof an ihren Sohn Pepp über. Nach dessen frühem Tod im Jahr 1993 führte seine Frau Renate den Betrieb mit großem persönlichen Einsatz und gemeinsam mit ihrer Familie und ihren Mitarbeitern weiter.

Seit November 2022 liegt die Verantwortung nun in den Händen der nächsten Generation: Christian Hager führt die Mauth gemeinsam mit seiner Schwester Claudia bereits in vierter Generation.

Charakter wahren

Behutsam entwickeln

In all diesen Jahren wurde das Haus immer wieder behutsam weiterentwickelt. 1973 entstand aus dem ehemaligen Stall ein modernes Speiserestaurant, 1987 kam das gemütliche Stüberl mit Kachelofen hinzu. 1989 wurde die großzügige Küche geschaffen und 2003 wurden die Gästezimmer umfassend modernisiert.

Heute stehen 28 Betten für Gäste zur Verfügung. Besonders geschätzt werden das familiäre Flair, die persönliche Betreuung und im Sommer die gemütliche Terrasse. So bleibt die Mauth das, was sie seit Generationen ist: ein traditionsreicher Familienbetrieb und ein lebendiger Treffpunkt im Herzen von Kirchdorf.

Mauth und Kirchdorf

Geschichte und Geschichten

Die Mauth ist weit mehr als ein Gasthof. Sie ist seit Jahrzehnten ein Ort der Begegnung – für Einheimische, Gäste und besonders für die Kirchdorfer Vereine. Jahreshauptversammlungen, Sitzungen, Kartenabende, Feiern oder das gemütliche Abschlussgetränk nach der Musikprobe: In der Mauth trifft man sich. Viele Erinnerungen sind untrennbar mit dem Haus und mit Pepp und Renate Hager verbunden. Das erste „Toifllaffn“ des Wintersportvereins fand hier statt, Faschingsveranstaltungen machten die Mauth zum Schauplatz ausgelassener Feste, und bei Preiswatten und Tauziehen wurde so manche legendäre Geschichte geschrieben.

Von den ersten Aufzeichnungen im 17. Jahrhundert über den Wiederaufbau 1923 bis zur heutigen Generation der Familie Hager: Die Geschichte des Gasthofs Mauth ist eng mit jener von Kirchdorf verbunden.